„Bewährtes erhalten und den Verein fit für die Zukunft machen“, das war das Versprechen der im letzten Jahr neu gewählten Vorstandschaft der Feuerwehr Steppach. In seinem ersten Jahresbericht als Vorsitzender zeigte Martin Vogt deutlich, wie umfangreich die Übernahme eines traditionsreichen Vereins heutzutage ist. Die vielen großen und kleinen Dinge des Jahres, die noch dazu häufig und ohne viel Aufsehen im Verborgenen ablaufen, erkennen und nun in der letzten Verantwortung mitzutragen ist ihm und seinem 2. Vorsitzenden  Sven Raber die größte Aufgabe gewesen. Am Ende dann aber motivierte Ehrenamtliche zu haben, dafür aber der größte Lohn.


Stolz berichtete er über ein aktives Vereinsleben. Das jährliche Grillfest im Juli, viele Festbesuche in den Nachbarorten, interne Feiern wie ein Kesselfleischessen und die Mitwirkung am Abschlussfest der Dorferneuerung waren nur einige Punkte die erwähnt wurden. Wie in vielen Vereinen forderte die Umstellung der Mitgliedsbeiträge auf das neue SEPA-Abbuchungssystem der Banken viel Aufwand und brachte eine komplette Neuorganisation der Mitgliederarchive mit sich. Über 600 Seiten Papier wurden per pedes ausgetragen und müssen nun wieder in die Listen eingepflegt werden. Pünktlich zum Jahreswechsel wurde noch die komplett in finanzieller Eigenleistung erstellte  Halle 2 verputzt und der Anbau somit nach insgesamt 6 Jahren endlich abgeschlossen.
Als ersten Höhepunkt überreichte der Vorsitzende an den anwesenden Bürgermeister Hans Beck einen Scheck über 2.000€. Eine Spende des Feuerwehrvereins an die Gemeinde für die beschaffte Wärmebildkamera der Wehr.  „Die Unterstützung des Feuerlöschwesen ist unser satzungsgemäßer Zweck und diesem wollen wir hiermit nachkommen“, begründete Martin Vogt diese Geste, die gut 35% des Anschaffungspreises ausgleicht.

Über ein etwas ruhigeres Jahr mit 19 Einsätzen berichtete im Anschluss Kommandant Jörg Raber. Vor großen Bränden blieb man verschont, jedoch forderten auch viele kleine und mittlere Alarme die Einsatzabteilung. Von der Katze auf dem Baum, über eine Aushilfe als Vorausfahrzeug für den Rettungsdienst, Autos im Hochwasser und zuletzt dem glimpflich verlaufenen Garagenbrand in Pommersfelden war ein breites Spektrum vorhanden. Umso intensiver wurde dafür im Bereich der Ausbildung gearbeitet. Die umfangreiche Fortbildung hat in Steppach einen hohen Stellenwert. Über 500 Stunden verbrachten die Aktiven allein bei Spezial-Lehrgängen wie dem Atemschutzträger, Absturzsicherung, Notfalltüröffnung, an den Feuerwehrschulen und bei Seminaren. Alle ehrenamtlich und in der Freizeit, also ohne Inanspruchnahme von gemeindlichen Ausfallzahlungen. Die Vorbereitung und Abhaltung der gemeindeweiten Leistungsprüfung in der Brandbekämpfung gehört schon zum festen Terminpunkt im Jahr.
Besonders froh war Jörg Raber über die Installation eines öffentlichen Defibrillators in der Steppacher Raiffeisenbank. Wie berichtet, wurde auf Initiative der Feuerwehr mit Firmen- und Privatspenden dieser „Lebensretter“ frei zugänglich aufgehängt und hilft nun bei einem Herzkreislauf-Stillstand die wichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Neben den kurzweiligen Berichten der Abteilungen Gerätewartung, Atemschutz, Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr, stand auch noch eine umfangreiche Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Die Versammlung beschloss einstimmig diese allesamt notwendigen Anpassungen an eine zeitgemäße Vereinsarbeit. Interessant hierbei  die Möglichkeit nun ab dem ersten Lebensjahr in den Verein einzutreten und eine pauschale Halbierung des Mitgliedsbeitrags für unter 18-Jährige.

Als weiterer besonderer Punkt der Tagesordnung standen schließlich Ehrungen an. Stellvertretend für das Innenministerium und den Landrat ehrte Kreisrat Hans Beck für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Frank Seubert, Karl Zöllner, Stefan Stirnweiß, Armin Stumpf und Jörg Raber.


„Alle fünf sind Vorbilder für die Jugend, ob nun als Kommandant und Stellvertreter oder als normaler Mannschaftsdienstgrad. 25 Jahre aktives Ehrenamt sind heutzutage nicht mehr selbstverständlich“, lobte auch im Anschluss der extra anwesende neue Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann die Geehrten. Er war bei seinem ersten Besuch in Steppach angenehm bewegt über die vielen positiven Berichte und Tätigkeiten. Besonders dankte er den Dienstleistenden, die sich auf Kreisebene betätigten. Auch hier werden aus den Reihen Gremienmitglieder in den Bereichen Verbandsarbeit, Schiedsrichter, Ausbildung und in verschiedenen Fachausschüssen gestellt.  Zusammen mit dem ebenfalls anwesenden Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm gratulierte er dem Kommandanten und dem Vorsitzenden zu „ihrer“ Feuerwehr.
Sichtlich zufrieden mit dem Verlauf seiner ersten Jahreshauptversammlung schloss nun Martin Vogt mit dem Spruch der Feuerwehr „Einer für Alle, Alle für Einen. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

Monday the 24th. Joomla Templates Free.
Copyright 2012

©